Flüchtlinge in Altenbeken

Stand: Januar bis April 2016

218 Flüchtlinge

Einwohner Altenbeken: 9375
Flüchtlinge: 218, das entspricht 2,3 %

aus 20 Ländern

Herkunftsländer

davon 56 Minderjährige

25,7% Kinder und Jugendliche
Etwa ein Viertel der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche.

108 mit Familie

49,5% mit Familienangehörigen vor Ort
Knapp die Hälfte der Menschen sind zusammen mit Familienangehörigen vor Ort.

In der Gemeinde Altenbeken leben zurzeit mehr als 200 Flüchtlinge in gemeindlichen Unterkünften und privaten Wohnungen. Sie stammen aus ca. 20 verschiedenen Ländern, wie z.B. Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Bangladesch, Eritrea, Somalia, Nigeria, Guinea, Ghana, Marokko, Algerien, Mongolei, Albanien, Mazedonien, Kosovo und Serbien. Viele Flüchtlinge sprechen Englisch, Französisch oder Deutsch, was die Kommunikation sehr erleichtert. Durch die Vernetzung untereinander und das Angebot der Flüchtlinge, bei Übersetzungsschwierigkeiten auszuhelfen, kann der Kontakt zu anderssprachigen Gästen ebenfalls gut sichergestellt werden. 

Die ehrenamtlich organisierten Deutschkurse in Altenbeken, Buke und Schwaney werden gut besucht und dankbar angenommen.

Mehr zu den Deutschkursen

Keine neuen Flüchtlinge mehr seit Weihnachten

Seit Weihnachten gab es keine Zuweisungen mehr und auch die Notunterkunft im Kuhrausch konnte glücklicherweise im Februar wieder geschlossen werden, da neue Wohnungen angemietet werden konnten. Dies ist einerseits dadurch bedingt, dass OWL seine Aufnahmequote übererfüllt hat und die Menschen nun vermehrt den Städten im Ruhrgebiet zugewiesen werden, andererseits sind seit dem Winter insgesamt weniger Menschen nach Deutschland gekommen, wodurch sich die Situation in den Kommunen etwas entspannt.

Insgesamt konnten bereits an die 40 Wohnungen für die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge durch die Gemeinde angemietet werden, was die offene Willkommenskultur in unseren drei Orten noch einmal mehr unterstreicht.

In Altenbeken konnte ein Großteil der Asylsuchenden in Privatwohnungen untergebracht werden, wodurch die Integration enorm erleichtert wird. Um diese Situation weiterhin zu gewährleisten und zu unterstützen, sucht die Gemeinde weiterhin privaten Wohnraum

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Asylverfahren laufen endlich

Bezogen auf die Asylverfahren ist die seit Januar gestartete Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Paderborn und dem BAMF in Bielefeld (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) besonders erfreulich, da hierdurch viele unserer Gäste nun endlich die Möglichkeit hatten, ihren Asylantrag offiziell zu stellen und einen vorläufigen Ausweis zu bekommen. Nach der langen Wartezeit (teilweise seit Juli) war dies für viele ein wichtiges Zeichen, dass endlich etwas passiert und sie nun darauf hoffen können, bald eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Die ersten konnten sich nun sogar schon über ihren Asylbescheid freuen, der gleichzeitig mit vielen neuen Fragen verbunden ist.

In diesem Zusammenhang haben die Gemeindemitarbeiter und Ehrenamtliche damit begonnen zu erfragen, wer welche Berufserfahrung mitbringt, wer sich für welche Ausbildung interessiert, etc., um Praktikumsmöglichkeiten, Schulangebote und Arbeitsstellen nach und nach zu vermitteln.

Wenn ihr Ideen für Praktikumsmöglichkeiten habt oder jemanden kennt, der sich vorstellen kann, Flüchtlinge anzustellen, würden wir uns über euren Hinweis sehr freuen.

E-Mail an info@​asyl-altenbeken.de

Alle Kinder eingeschult

Ebenfalls erfreulich ist, dass alle 40 Kinder im schulpflichtigen Alter an Schulen im Kreis Paderborn angemeldet werden konnten. Viele der Kinder besuchen die Grundschulen in unseren drei Orten oder wurden an das Bonifatius-Zentrum, die Abendrealschule in Paderborn, die Georgschule, das Goerdeler Gymnasium, das Gymnasium in Schloss Neuhaus oder die Berufskollegs vermittelt. An diesen Schulen können sie an Deutschkursen und teilweise schon am Regelunterricht teilnehmen.